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Versicherungsprovision berechnen: Was verdient Ihr Vermittler?

Versicherungsprovision berechnen: Was verdient Ihr Vermittler?

Editör · 18. September 2026

Wählen Sie die Versicherungsart und geben Sie Ihren Beitrag ein. Der Rechner zeigt die typische Größenordnung der Vermittlerprovision — als Orientierung, damit Sie beim Beratungsgespräch gezielt nachfragen können. Das ist keine Anlage- oder Vertragsberatung und keine exakte Berechnung Ihres konkreten Vertrags.

Versicherungsart
Typische Abschlussprovision: 1.080–1.350 €
Laufende Bestandsprovision: ca. 36–90 € pro Jahr
Berechnungsbasis: Beitragssumme (Monatsbeitrag × 12 × 30 Jahre Laufzeit) × 20-25 Promille — angelehnt an den gesetzlichen Höchstzillmersatz von 25 Promille der Beitragssumme (§ 4 Deckungsrückstellungsverordnung, seit LVRG 2015), der die sofort verrechenbaren Abschlusskosten begrenzt. Ein eigener gesetzlicher Provisionsdeckel existiert 2026 weiterhin nicht. Bei vorzeitiger Kündigung muss der Vermittler einen Teil davon zurückzahlen (Stornohaftung, meist 5 Jahre).
Alternative Honorarberatung: Statt Provision zahlen Sie dem Berater ein transparentes Honorar direkt — dafür meist provisionsfreie Nettotarife mit geringeren laufenden Kosten. Fragen Sie gezielt nach beiden Modellen und lassen Sie sich die konkrete Provisionshöhe für Ihren Vertrag offenlegen.
Unverbindliche Transparenz-Orientierung, keine Anlage- oder Vertragsberatung. Die tatsächliche Provision Ihres konkreten Vertrags kann abweichen.

So ordnen Sie das Ergebnis ein

Provisionen fließen über Jahre aus Ihrem Vertrag — genau deshalb lohnt sich der Vergleich mit einer Honorarberatung, deren Kosten einmalig und transparent sind. Lassen Sie sich jede Empfehlung mit Kostenausweis schriftlich geben und fragen Sie, wie der Berater vergütet wird.

Nächster Schritt: Mit dem Ergebnis in der Hand vergleichen Sie Angebote auf Augenhöhe — Finanzberater in Ihrer Nähe finden Sie bei uns mit Bewertungen, Öffnungszeiten und Kontakt.

Häufige Fragen

Erhöht eine hohe Provision automatisch meinen Beitrag?

Nicht direkt sichtbar, aber indirekt ja: Die Abschlusskosten (inklusive Provision) werden in der Beitragskalkulation berücksichtigt und in den ersten Vertragsjahren mit Ihren Beiträgen verrechnet ("gezillmert"). Das senkt in der Anfangsphase den Rückkaufswert erheblich. Der Nominalbeitrag selbst unterscheidet sich zwischen provisions- und honorarbasierten Tarifen oft kaum — bei Honorartarifen fließt aber ein größerer Teil der Beiträge von Anfang an in den Vertrag statt in die Vermittlervergütung.

Was ist der Unterschied zwischen Honorar- und Provisionsberatung?

Bei der Provisionsberatung wird der Vermittler vom Versicherer bezahlt (Abschluss- und Bestandsprovision), die Beratung selbst ist für Sie scheinbar kostenlos. Bei der Honorarberatung zahlen Sie dem Berater ein vereinbartes, transparentes Honorar direkt — im Gegenzug gibt es meist provisionsfreie Nettotarife mit günstigeren laufenden Kosten. Honorarberater unterliegen einer eigenen Zulassung (§ 34h GewO bzw. Versicherungsvermittler mit Honorarberatungserlaubnis) und dürfen keine Provisionen behalten.

Was ist eine Stornohaftung und was bedeutet sie für mich?

Kündigen oder reduzieren Sie Ihren Vertrag früh, muss der Vermittler einen Teil der bereits erhaltenen Abschlussprovision an den Versicherer zurückzahlen (üblich: Haftungszeit von etwa 5 Jahren). Für Sie bedeutet das: In den ersten Vertragsjahren haben Vermittler ein finanzielles Eigeninteresse daran, dass Sie den Vertrag nicht kündigen — ein Grund mehr, eine Versicherung nur abzuschließen, wenn sie langfristig zu Ihrem Bedarf passt.

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